Nachruf Waldemar Wohlfeil

Waldemar Wohlfeil

NACHRUF

Waldemar Wohlfeil


26.10.1945 – 05.12.2021


Waldemar Wohlfeil war viele Jahre Kassenprüfer der Vereine BIV und KIOSK imRieselfeld. Als Sprecher des AK Inklusion und Initiator des AK Energiewende im BIV engagierte er sich mit seiner Sachkompetenz sehr erfolgreich und immer kollegial. Als passionierter Schachspieler organisierte er langjährig den inklusiven und generationenübergreifenden Rieselfelder Schachtreff im Glashaus. Er wird uns im Quartier fehlen, das er als Ehrenamtlicher und Freund mit seiner ruhigen, aufmerksamen und zugewandten Art aktiv mitgestaltet hat.
Wir trauern mit seinen Angehörigen, insbesondere seiner Ehefrau Christa.

Für den BIV-Vorstand
Andreas Roessler

Für den KIOSK-Vorstand
Uli Plessner + Conny Buhleier

Neue Beweglichkeit bei den Planern

Verzicht auf die Leichtathletik-Arena im DietenbachWALD

Es ist noch nicht zu spät für den DietenbachWALD! Zu dieser Einsicht kommen jetzt offenbar auch die Planer in der Städtischen Projektgruppe Dietenbach: In einem Schreiben an den Gemeinderat schlagen sie jetzt vor, Teile des Waldes in den geplanten „Sport- und Bewegungspark“ zu integrieren. So könnten die großen alten Bäume stehen bleiben und zum Beispiel eine Trimm-Dich-Anlage, ein Yoga-Parcours und die Laufstrecke in deren Schatten verlaufen. Somit wäre die Leichtathletik-(Wett)Kampfbahn entbehrlich, die ursprünglich einen Teil des Waldes verdrängen sollte. Diese Lösung wäre auch im Sinne des Sportverein SvO Rieselfeld. Er versteht sich als Verein für Breitensport, nicht für Leistungssport.

Für die neue Beweglichkeit im Rathaus gab es bei der zweiten Kundgebung und Demonstration für den DietenbachWALD kürzlich Applaus. Immerhin hatte es im Sommer noch geheißen: „Ein Umdenken ist nicht nötig.“ Jetzt besteht die Hoffnung, dass auch der Gemeinderat umdenkt.

Erneut protestierten am 28. November etwa dreihundert Teilnehmerinnen lautstark gegen die Rodungspläne: „Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Bäume klaut“, war zwischen den Reden von Naturschutzbund, „Dieti bleibt“, BürgerInnenVerein Rieselfeld und einer Aktion der Parents for Future auf dem Maria-von Rudloff-Platz vielstimmig zu hören.

Die Waldfreundinnen und Waldfreunde teilen die Gewissheit, dass es noch weitere Möglichkeiten gibt, den DietenbachWALD zu erhalten. Zum Beispiel dort, wo die jungen Menschen von „Dieti bleibt“ die Bäume besetzt halten. Genau dort sollen nach den jetzigen Plänen sechs Wohnhäuser mit großen Vorgärten stehen. Denn hier soll der „Ringboulevard“ des neuen Stadtteils vorbeiführen. Und an einem Boulevard müssten eben Häuser stehen, sonst wäre es kein Boulevard, erklärt das Planungsbüro. Städteplanerische Extravaganz  steht nach dieser Logik über dem Klima- und Artenschutz.

Die Demonstranten erwarten eine grundsätzliche Umkehr dieses veralteten Denkens bei Planern und im Gemeinderat. Denn die katastrophalen Folgen der Klimaerhitzung auch in Deutschland erfordern den Vorrang von Klima- und Artenschutz vor allen anderen Erwägungen. So steht es übrigens auch im „Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest“, das der Gemeinderat schon vor zwei Jahren verabschiedet hat.

Am 10. Oktober hatte bereits die erste, gleich starke Demonstration für den DietenbachWALD stattgefunden. Seit Juni gibt es jeden Sonntag um 14 Uhr die Waldspaziergänge ab der Haltestelle Bollerstaudenstraße. Der Event am 28. November wird nach dem Willen des breiten Bündnisses für den DietenbachWALD nicht der letzte gewesen sein. Schon bald treffen sich die Akteure wieder, um weitere Schritte zu beschließen. Sie sind überzeugt davon: Es ist noch nicht zu spät!

Text: Harald Kiefer, Sprecher des AK Dietenbach im BürgerInnenVerein Rieselfeld
Fotos: Annette Schuck, Sigrid Hofmaier

„AK ENERGIEWENDE“ GEGRÜNDET

Vor dem Hintergrund stetig steigender Energiepreise und dem konkret drohenden Klimawandel fand am 2. November die Gründungsversammlung des „AK Energiewende“ im BIV Rieselfeld statt. Er wird sich mit folgenden Themen beschäftigen und entsprechende Anregungen formulieren:

  • Photovoltaik-Dachanlagen
  • Steckfertige Balkon-Photovoltaik-Anlagen
  • Carport Solar
  • Agro-Solaranlagen auf dem Feld
  • Solare Überdachungen (z. B. bei SvO, über dem Marktplatz, über Kinderspielplätzen, über dem LIDL-Parkplatz und/oder dem Mathilde-Otto-Platz vor Pro Seniore)
  • Auch Windräder kämen infrage, zum Beispiel auf dem Aufzugsdach

Weitere „MitmacherInnen“ sind herzlich willkommen! Die nächste Sitzung findet am Mittwoch, 8. Dezember 2021 um 19 Uhr im Café im Glashaus statt. Anmeldungen bitte an den Sprecher des AK Energiewende: Waldemar Wohlfeil, E-Mail: waldemar@wohlfeil.org, Telefon: 07 61/4 53 76 06

Label „StadtGrün naturnah“: Artenreiche Wiese und Obstbaumreihe an der Mundenhofer Straße

Aus aktuellem Anlass und entsprechender Meldung eines aufmerksamen und besorgten BIV-Mitglieds möchten wir auf folgendes Schreiben des Garten- und Tiefbauamts der Stadt Freiburg bezüglich der abgetragenen Wiesenfläche an der Jean-Monnet-Straße aufmerksam machen:

„Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir am Rand des Rieselfelds entlang der Mundenhofer Straße im Rahmen der Umsetzung der Maßnahmen zum Label „StadtGrün naturnah“ in diesem Herbst eine artenreiche Wiese anlegen werden. Außerdem werden wir eine Obstbaumreihe pflanzen, die als Ergänzung der Baumreihe zum Mundenhof gedacht ist.

Auf der Grundlage eines Gemeinderatsbeschlusses hat sich das Garten- und Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit dem Umweltschutzamt und dem Stadtplanungsamt 2019 um die Auszeichnung mit dem Label „StadtGrün Naturnah“ beworben. Die Auszeichnung können Kommunen erhalten, die sich in besonderer Weise um die Förderung der biologischen Vielfalt auf innerstädtischen Grünflächen bemühen. Am 15. September wurde die Stadt Freiburg in Düsseldorf mit dem Label in Gold ausgezeichnet. Die o.g. Maßnahme ist ein Bestandteil des Maßnahmenplans, der bei der Label-Bewerbung eingereicht wurde, und zur weiteren Stärkung der biologischen Vielfalt in der Stadt beitragen soll.“

BIV-Rundbrief November 2021

Liebe BIV-Mitglieder,


es gibt wieder einiges aus der Nachbarschaft zu berichten und anzukündigen: In diesem Rundbrief können Sie einen Rückblick auf die erfolgreiche erste Demonstration zum Erhalt des DietenbachWALDs vom Sprecher des AK Dietenbach, Harald Kiefer, nebst einer Einladung zur nächsten Demo am 28. November lesen. Außerdem blicken wir zurück auf die Stadtteilputzete und die symbolische Übergabe einer alten Straßenbahn an den BIV und seine KooperationspartnerInnen im Stadtteil. Wir waren mit der neuen Dezernentin für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung, Christine Buchheit, anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Naturschutz-gebiets Rieselfeld unterwegs und informieren Sie über die Gründung des neuen „AK Energiewende“ im BIV, für den wir noch MitgestalterIinnen aus unseren Reihen gewinnen möchten.


Am kommenden Samstag, 13. November können wir endlich den „Bewegungsparcours“ im Stadtteilpark einweihen. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 3.


Bis dann, herzliche Grüße – und bleiben Sie zuversichtlich und gesund.


i.A. Sigrid Hofmaier
-Öffentlichkeitsarbeit BIV Rieselfeld e.V.-


Diese Themen haben wir für Sie zusammengestellt:


Demo DietenbachWALD 1
AK Energiewende 3
Einweihung Bewegungsparcours 3
25 Jahre Naturschutzgebiet Rieselfeld 4
Aufgeräumt! 5
Bahn frei für die Stadtteilmitte 5
Tipps von der Kriminalpolizei 6
In eigener Sache 7

„Proteste werden weiter geh’n“

Auf die erste Demo für den DietenbachWALD folgt am 28. November die zweite

Der Protest gegen die geplanten Rodungen im DietenbachWALD wird stärker – und lauter. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger von Freiburg – nicht nur von Rieselfeld – schließen sich an.

Am 10. Oktober versammelten sich mehr als dreihundert Menschen zur Kundgebung auf dem Maria-von Rudloff-Platz. „Alle diplomatischen Bemühungen sind krachend gescheitert“, erklärte der Vorsitzende des BürgerInnenVereins Rieselfeld, Andreas Roessler, zum Auftakt der Veranstaltung. Sein Vorstandskollege Harald Seywald kündigte deshalb eine härtere Gangart an: „Ab sofort werden wir nicht mehr diskutieren, sondern demonstrieren und uns mit den Baumbesetzern solidarisieren.“

Weitere Rednerinnen und Redner, wie Mascha Klein von „Parents for Future“, Ralf Schmidt vom NABU, Rieselfeld-Bewohnerin Uta Meier-Gräwe und ein Sprecher der Baumbesetzer*innen wiesen auf den Wert des Waldes hin und kritisierten die Absicht von Stadtverwaltung und Gemeinderat der „Green City“ Freiburg, den Bau des „klimaneutralen“ Stadtteils Dietenbach mit der Abholzung von mehr als vier Hektar Wald zu beginnen.

„Eins, zwei, drei, vier – alle Bäume bleiben hier / fünf, sechs, sieben, acht –  der Wald, der wird nicht platt gemacht / neun und zehn – Proteste werden weiter geh‘n!“ skandierten die Demonstranten lautstark, begleitet von Musikern der Gruppe „Bienenstich“. Mit einem großen Transparent – „Hände weg vom DietenbachWALD“ – und vielen Plakaten, Gesängen und Parolen zogen die Dreihundert schließlich zum Spaziergang in den besetzten Teil des DietenbachWALDes.

Die Verantwortlichen im Rathaus sind irritiert. Man will offenbar nicht verstehen, dass die Freundinnen und Freunde des DietenbachWALDes sich nicht damit zufriedengeben, wenn es in den vielen Gesprächen zwischen BIV, Verwaltung und Politik immer wieder heißt, dass bei der „Güterabwägung zwischen Wohnraum und Wald“ der Wald geopfert werden soll und Änderungen an den bisherigen Planungen nicht nötig seien.

Die jetzigen Organisatoren des Protests – BIV, NABU, BUND, Parents for Future, Baumbesetzer*innen und viele Bürgerinnen und Bürger treffen sich regelmäßig – und sehen das ganz anders: Die veralteten Dietenbach-Pläne müssen an die Aktualität des rasant fortschreitenden Klimawandels angepasst werden. Es ist noch nicht zu spät. Darüber hat jetzt wohl auch in einzelnen Gemeinderatsfraktionen ein Nachdenken eingesetzt.

Um das zu befördern wird der Protest weitergehen: Jeden Sonntag um 14 Uhr an der Straßenbahn-Haltestelle Bollerstaudenstraße mit informativen Waldspaziergängen in den DietenbachWALD. Und am Sonntag, 28. November um 13 Uhr mit einer erneuten großen Kundgebung auf dem Maria-von-Rudloff-Platz mit anschließendem Demonstrationszug zum Waldspaziergang durch Rieselfeld.

Harald Kiefer, Sprecher des AK Dietenbach im BIV Rieselfeld

Hände weg vom DietenbachWALD!
Aufruf zur Demonstration am 10.10.2021

Gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU), dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Parents for Future, Waldkindergarten e.V. und Klimagerechtigkeitsaktivist*innen ruft der BürgerInnenVerein Rieselfeld zum Protest gegen die Abholzung von mehr als vier Hektar Wald in Freiburg auf. Stadtverwaltung und fast der gesamte Gemeinderat sind bereit, dem Bau des neuen klimaneutralen(?) Stadtteils Dietenbach wertvolle Jahrhunderte alte Bäume und damit auch den Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten zu opfern. Ein CO2-Speicher und kühlender Naherholungsraum für demnächst 26.000 Einwohner*innen von Dietenbach und Rieselfeld ginge damit verloren. Das müssen wir verhindern!


„Für Dietenbach muss kein einziger Baum gefällt werden“, berichtete kurz vor dem Bürgerentscheid
vor zwei Jahren die Deutsche Presse-Agentur. Heute gilt das nicht mehr. Doch mit dem entsprechenden Willen in Gemeinderat und Stadtverwaltung könnte der Wald erhalten bleiben, ohne dass dafür auf Wohnraum, Schulen oder Sportflächen verzichtet werden müsste. Schließlich war es auch möglich, die Zahl der anfangs geplanten 5.000 Wohnungen für 11.500 Menschen auf mittlerweile 6.900 Wohnungen für 16.000 Menschen zu erhöhen – eine Steigerung des Wohnraums um mehr als ein Drittel zu Lasten des Waldes, der ursprünglich stehen bleiben sollte.


Den Waldschützenden geht es nicht darum, den neuen Stadtteil zu verhindern. Das hat der Bürgerentscheid geklärt. Es geht darum, für Arten- und Klimaschutz und für die Naherholung der Menschen einen wertvollen Teil des Mooswaldes einfach stehen zu lassen.


Die Initiatoren des Protests werden nicht aufhören, die Freiburger Bevölkerung auf die großflächigen Rodungspläne im Freiburger Westen aufmerksam zu machen und immer mehr Menschen, Bürgervereine und andere Organisationen für den Widerstand zu gewinnen.
Daher:

Hände weg vom DietenbachWALD!


Alle Freundinnen und Freunde des DietenbachWALDes sind eingeladen zur

Protestkundgebung

am Sonntag, 10.10.2021, 13 Uhr, auf dem Maria-von Rudloff-Platz in Freiburg-Rieselfeld.

Danach zieht ein Demonstrationszug zur Straßenbahnhaltestelle Bollerstaudenstraße.
Dort beginnt ein Waldspaziergang zu den Baumbesetzer*innen.

V.i.S.d.P. BürgerInnenVerein Rieselfeld e.V. AK Dietenbach

HÄNDE WEG VOM DietenbachWALD!

Es ist noch nicht zu spät

Etwa 50 Menschen spazierten am letzten Sonntagnachmittag im August gemeinsam von der Straßenbahnhaltestelle Bollerstaudenstraße in den besetzten Teil des DietenbachWALDes, der abgeholzt werden soll. Unterwegs und im Wald bekamen sie von Ralf Schmidt, Vorsitzender der NABU-Gruppe Freiburg, wichtige Informationen über den Wert des Waldes für Artenvielfalt und Klimaschutz, und über die vorgesehenen Rodungen. Eine Woche später und davor waren es etwa halb so viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger. Aber es sollen viel mehr werden.

Der Arbeitskreis Dietenbach im BürgerInnenVerein BIV e.V. ruft gemeinsam mit vielen anderen Organisationen zu den Spaziergängen auf, mit denen jeden Sonntag um 14 Uhr gegen die geplante Abholzung von mehr als vier Hektar DietenbachWALD demonstriert werden soll. VertreterInnen von NABU, BUND, Parents for Future, Waldkindergarten e.V., BaumbesetzerInnen und BIV trafen sich kürzlich mit weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Glashaus, um gemeinsam über Möglichkeiten zu beraten, wie die großflächigen Rodungen zu verhindern wären.

Ein Ergebnis dieses Vernetzungstreffens sind intensive und breit gestreute Aufrufe zu den Sonntagsspaziergängen zum DietenbachWALD. Mehr und mehr Menschen in Freiburg sollen dabei erfahren, welch wertvolles Stück Natur dem Bau von Dietenbach geopfert werden soll. Mit dem entsprechenden politischen Willen in Gemeinderat und Stadtverwaltung könnte der Wald erhalten bleiben, ohne dass dafür auf Wohnraum, Schulen oder Sportflächen verzichtet werden müsste. Davon sind die Initiatoren überzeugt und werden deshalb nicht aufhören, die Freiburger Bevölkerung auf die Rodungspläne im Freiburger West aufmerksam zu machen: „Hände weg vom DietenbachWALD!“ – unter diesem Motto soll der Protest in den kommenden Wochen intensiviert werden.

Lebensraum für wertvolle Bäume und seltene Tierarten

Dass der Wald die breite Unterstützung aus der Bevölkerung braucht, bewies auch eine Waldbegehung des AK Dietenbach im BürgerInnenVerein Rieselfeld, gemeinsam mit der Leiterin des Städtischen Forstamts, Nicole Schmalfuß, und Revierförster Ernst Krämer sowie Rüdiger Engel und Ingo Breuker von der städtischen Projektgruppe Dietenbach. Die Forstleute bestätigten, dass der DietenbachWALD nicht nur viele alte und wertvolle Bäume enthält, sondern auch Lebensraum zahlreicher seltener Tierarten ist. Den Wert des Waldes als kühlem Erholungsraum an heißen Sommertagen und seine Bedeutung für den Klimaschutz konnten sie an dem Sommertag gut nachvollziehen.

Die Beobachtung vieler SpaziergängerInnen und JoggerInnen, dass der Rest eines nur 30 Meter breiten Waldstreifens angesichts der zunehmenden Hitze und Trockenheit größtenteils absterben wird, bestätigen Schmalfuß und Krämer. Allerdings gaben sie sich zuversichtlich, dass sich hier in den nächsten Jahrzehnten Baumarten ausbreiteten, die dem Klimawandel besser widerstehen könnten als die jetzt vorhandene Vegetation. Schließlich sind beide als städtische Angestellte an Weisungen gebunden und sehen keine Möglichkeit, die Abholzung ihres Waldes zu verhindern.

So bleibt also weiterhin die Hoffnung auf die Öffentlichkeit: Dass immer mehr Menschen in Freiburg sich für den DietenbachWALD zu interessieren beginnen und für den Bestand dieses wertvollen Stücks Natur öffentlich eintreten. Alle sind eingeladen zum Spaziergang in den DietenbachWALD an jedem Sonntag um 14 Uhr, Treffpunkt Straßenbahnhaltestelle Bollerstaudenstraße. Entscheidend ist letztlich der politische Wille im Gemeinderat. Es ist noch nicht zu spät. Noch gibt es für Dietenbach nicht einmal Bebauungspläne.

Das nächste Vernetzungstreffen findet am Dienstag, 21. September um 19 Uhr im Foyer des Glashaus Rieselfeld statt.

Harald Kiefer
Sprecher des AK Dietenbach im BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V.

Infos und Kontakt:
https://dieti.blackblogs.org
https://t.me/s/dieti_ticker

BIV-Rundbrief August 2021

Liebe BIV-Mitglieder,
das Leben im Rieselfeld verlangsamt sich in den Sommerferien, wir atmen auf und durch – und hoffen, dass sich im Herbst und Winter keine neuen Pandemie-Einschränkungen ergeben. Vorsicht und Rücksicht schaden nie…


Kurz vor den Sommerferien hat der BIV einen gut besuchten Abend zum Thema Walderhalt zwischen Rieselfeld und dem Neubaugebiet Dietenbach im Glashaus veranstaltet. Eine ausführliche Zusammenfassung der Beiträge zweier BaumbesetzerInnen und Vertretern von BUND und NABU sowie der anschließenden Diskussion bietet der Artikel des AK-Dietenbach-Sprechers Harald Kiefer auf Seite 2.


Anstelle des Rieselfelder Stadtteilfestes, das wegen der anhaltenden Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, plant der SvO (Sport vor Ort) e.V. am ersten Schulwochenende nach den Sommerferien unter dem Titel „Rieselfeld in Bewegung“. Das Programm für den 18. und 19. September werden wir unter „Aktuelles“ auf unserer Webseite biv.rieselfeld.org veröffentlichen.


Wer sich nach baldiger, abwechslungsreicher und spielerischer Kultur sehnt, kommt schon am nächsten Mittwoch, 11. August auf seine/ihre Kosten. Mehr dazu auf Seite 4.


Wir wünschen allen einen erholsamen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen, -hören, -lesen im September – mit einer ganz besonderen Überraschung. Mehr wird jetzt noch nicht verraten…


i.A. Sigrid Hofmaier
-Öffentlichkeitsarbeit BIV Rieselfeld e.V.-


Diese Themen haben wir für Sie & euch zusammengestellt:
Der Wald muss bleiben 2
„Frischluftkultur“ 4
Eine Standortfrage 4
Energiewende am Balkon 5
Gelungene Premiere 5
10 Monate in Feierlaune 6
In eigener Sache 6

Der Wald muss bleiben

Informationsveranstaltung am 21. Juli 2021, 20:30 Uhr / Saal im Glashaus Rieselfeld

Liebe BIV-Mitglieder,

wie Sie wissen, kämpft der BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. seit mehr als einem Jahr intensiv darum, dass beim Bau des neuen Stadtteils Dietenbach der Wald entlang der Mundenhofer Straße sowie das Langmattenwäldchen geschont werden. Aber Stadtverwaltung und Planer bleiben bei ihrem Konzept, das die Rodung von vier Hektar des in mehr als einhundert Jahren gewachsenen Waldes vorsieht.

Auch in den Gemeinderatsfraktionen gibt es leider keine konkrete Initiative für den Schutz dieses wertvollen Lebensraums von Tieren und Pflanzen in unserer Nachbarschaft. Der gleichzeitig von allen beschworene dringend notwendige Schutz vor dem bereits deutlich spürbaren Klimawandel spielt in diesem Zusammenhang offenbar keine Rolle. Und auch die Besetzung der Bäume seit Anfang Juni hat bei den Verantwortlichen im Rathaus bisher zu keinerlei Einsehen geführt.

Mit KommunalpolitikerInnen und Verwaltungsleuten haben wir viele Gespräche geführt und Ihnen auch schriftlich ausführliche Informationen und Argumente geliefert, die für den Erhalt des Waldes sprechen. Mit entsprechendem Willen ließe sich Dietenbach bauen, ohne Wald zu vernichten. Oberbürgermeister Horn haben wir 1.500 Appelle übergeben, die Sie unterschrieben haben. Geändert hat das bisher alles nichts.

Aber wir geben nicht auf. Um über unsere Aktivitäten und den Stand der Dinge ausführlich zu berichten, laden wir Sie herzlich ein zur

Informationsveranstaltung
am Mittwoch, 21. Juli 2021, 20:30 Uhr im Glashaus

Sprechen werden VertreterInnen der BaumbesetzerInnen, des Naturschutzbundes (Nabu) und des Bundes Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie des BürgerInnenVereins Rieselfeld. Außerdem werden wir Herrn Oberbürgermeister Martin Horn dazu einladen.

Wegen der Regeln zum Schutz vor Covid-19 müssen wir auf schriftliche Anmeldungen per Rückmail auf diese Einladung bestehen.

Adresse: info@biv-rieselfeld.de

Wir dürfen leider nicht mehr als 80 Menschen Zutritt zum Saal gewähren. Eingeladen sind alle BIV-Mitglieder, gegebenenfalls mit Familienmitgliedern und FreundInnen (jedoch exklusiv nur BewohnerInnen des Stadtteils Rieselfeld!)

Wir erteilen die Zulassung zur Veranstaltung in der Reihenfolge der Anmeldungen bis zu maximal 80 Personen. Alle TeilnehmerInnen müssen sich nach den 3-G-Regeln ausweisen, also einen Nachweis über einen Negativ-Test oder eine vollständige Impfung oder die Genesung mitbringen. Anmeldungen und Nachweise müssen wir vor Betreten des Gebäudes überprüfen.

Es wäre uns lieber, wenn wir uns diesen Aufwand ersparen und alle RieselfelderInnen einladen könnten. Aber das ist uns leider verwehrt. Auch der späte Beginn ist den aktuellen Umständen geschuldet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 Mit freundlichen Grüßen  

Andreas Roessler und Harald Kiefer
für den AK Dietenbach im BIV Rieselfeld e.V.