BIV-Rundbrief November 2021

Liebe BIV-Mitglieder,


es gibt wieder einiges aus der Nachbarschaft zu berichten und anzukündigen: In diesem Rundbrief können Sie einen Rückblick auf die erfolgreiche erste Demonstration zum Erhalt des DietenbachWALDs vom Sprecher des AK Dietenbach, Harald Kiefer, nebst einer Einladung zur nächsten Demo am 28. November lesen. Außerdem blicken wir zurück auf die Stadtteilputzete und die symbolische Übergabe einer alten Straßenbahn an den BIV und seine KooperationspartnerInnen im Stadtteil. Wir waren mit der neuen Dezernentin für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung, Christine Buchheit, anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Naturschutz-gebiets Rieselfeld unterwegs und informieren Sie über die Gründung des neuen „AK Energiewende“ im BIV, für den wir noch MitgestalterIinnen aus unseren Reihen gewinnen möchten.


Am kommenden Samstag, 13. November können wir endlich den „Bewegungsparcours“ im Stadtteilpark einweihen. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 3.


Bis dann, herzliche Grüße – und bleiben Sie zuversichtlich und gesund.


i.A. Sigrid Hofmaier
-Öffentlichkeitsarbeit BIV Rieselfeld e.V.-


Diese Themen haben wir für Sie zusammengestellt:


Demo DietenbachWALD 1
AK Energiewende 3
Einweihung Bewegungsparcours 3
25 Jahre Naturschutzgebiet Rieselfeld 4
Aufgeräumt! 5
Bahn frei für die Stadtteilmitte 5
Tipps von der Kriminalpolizei 6
In eigener Sache 7

„Proteste werden weiter geh’n“

Auf die erste Demo für den DietenbachWALD folgt am 28. November die zweite

Der Protest gegen die geplanten Rodungen im DietenbachWALD wird stärker – und lauter. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger von Freiburg – nicht nur von Rieselfeld – schließen sich an.

Am 10. Oktober versammelten sich mehr als dreihundert Menschen zur Kundgebung auf dem Maria-von Rudloff-Platz. „Alle diplomatischen Bemühungen sind krachend gescheitert“, erklärte der Vorsitzende des BürgerInnenVereins Rieselfeld, Andreas Roessler, zum Auftakt der Veranstaltung. Sein Vorstandskollege Harald Seywald kündigte deshalb eine härtere Gangart an: „Ab sofort werden wir nicht mehr diskutieren, sondern demonstrieren und uns mit den Baumbesetzern solidarisieren.“

Weitere Rednerinnen und Redner, wie Mascha Klein von „Parents for Future“, Ralf Schmidt vom NABU, Rieselfeld-Bewohnerin Uta Meier-Gräwe und ein Sprecher der Baumbesetzer*innen wiesen auf den Wert des Waldes hin und kritisierten die Absicht von Stadtverwaltung und Gemeinderat der „Green City“ Freiburg, den Bau des „klimaneutralen“ Stadtteils Dietenbach mit der Abholzung von mehr als vier Hektar Wald zu beginnen.

„Eins, zwei, drei, vier – alle Bäume bleiben hier / fünf, sechs, sieben, acht –  der Wald, der wird nicht platt gemacht / neun und zehn – Proteste werden weiter geh‘n!“ skandierten die Demonstranten lautstark, begleitet von Musikern der Gruppe „Bienenstich“. Mit einem großen Transparent – „Hände weg vom DietenbachWALD“ – und vielen Plakaten, Gesängen und Parolen zogen die Dreihundert schließlich zum Spaziergang in den besetzten Teil des DietenbachWALDes.

Die Verantwortlichen im Rathaus sind irritiert. Man will offenbar nicht verstehen, dass die Freundinnen und Freunde des DietenbachWALDes sich nicht damit zufriedengeben, wenn es in den vielen Gesprächen zwischen BIV, Verwaltung und Politik immer wieder heißt, dass bei der „Güterabwägung zwischen Wohnraum und Wald“ der Wald geopfert werden soll und Änderungen an den bisherigen Planungen nicht nötig seien.

Die jetzigen Organisatoren des Protests – BIV, NABU, BUND, Parents for Future, Baumbesetzer*innen und viele Bürgerinnen und Bürger treffen sich regelmäßig – und sehen das ganz anders: Die veralteten Dietenbach-Pläne müssen an die Aktualität des rasant fortschreitenden Klimawandels angepasst werden. Es ist noch nicht zu spät. Darüber hat jetzt wohl auch in einzelnen Gemeinderatsfraktionen ein Nachdenken eingesetzt.

Um das zu befördern wird der Protest weitergehen: Jeden Sonntag um 14 Uhr an der Straßenbahn-Haltestelle Bollerstaudenstraße mit informativen Waldspaziergängen in den DietenbachWALD. Und am Sonntag, 28. November um 13 Uhr mit einer erneuten großen Kundgebung auf dem Maria-von-Rudloff-Platz mit anschließendem Demonstrationszug zum Waldspaziergang durch Rieselfeld.

Harald Kiefer, Sprecher des AK Dietenbach im BIV Rieselfeld

Hände weg vom DietenbachWALD!
Aufruf zur Demonstration am 10.10.2021

Gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU), dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Parents for Future, Waldkindergarten e.V. und Klimagerechtigkeitsaktivist*innen ruft der BürgerInnenVerein Rieselfeld zum Protest gegen die Abholzung von mehr als vier Hektar Wald in Freiburg auf. Stadtverwaltung und fast der gesamte Gemeinderat sind bereit, dem Bau des neuen klimaneutralen(?) Stadtteils Dietenbach wertvolle Jahrhunderte alte Bäume und damit auch den Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten zu opfern. Ein CO2-Speicher und kühlender Naherholungsraum für demnächst 26.000 Einwohner*innen von Dietenbach und Rieselfeld ginge damit verloren. Das müssen wir verhindern!


„Für Dietenbach muss kein einziger Baum gefällt werden“, berichtete kurz vor dem Bürgerentscheid
vor zwei Jahren die Deutsche Presse-Agentur. Heute gilt das nicht mehr. Doch mit dem entsprechenden Willen in Gemeinderat und Stadtverwaltung könnte der Wald erhalten bleiben, ohne dass dafür auf Wohnraum, Schulen oder Sportflächen verzichtet werden müsste. Schließlich war es auch möglich, die Zahl der anfangs geplanten 5.000 Wohnungen für 11.500 Menschen auf mittlerweile 6.900 Wohnungen für 16.000 Menschen zu erhöhen – eine Steigerung des Wohnraums um mehr als ein Drittel zu Lasten des Waldes, der ursprünglich stehen bleiben sollte.


Den Waldschützenden geht es nicht darum, den neuen Stadtteil zu verhindern. Das hat der Bürgerentscheid geklärt. Es geht darum, für Arten- und Klimaschutz und für die Naherholung der Menschen einen wertvollen Teil des Mooswaldes einfach stehen zu lassen.


Die Initiatoren des Protests werden nicht aufhören, die Freiburger Bevölkerung auf die großflächigen Rodungspläne im Freiburger Westen aufmerksam zu machen und immer mehr Menschen, Bürgervereine und andere Organisationen für den Widerstand zu gewinnen.
Daher:

Hände weg vom DietenbachWALD!


Alle Freundinnen und Freunde des DietenbachWALDes sind eingeladen zur

Protestkundgebung

am Sonntag, 10.10.2021, 13 Uhr, auf dem Maria-von Rudloff-Platz in Freiburg-Rieselfeld.

Danach zieht ein Demonstrationszug zur Straßenbahnhaltestelle Bollerstaudenstraße.
Dort beginnt ein Waldspaziergang zu den Baumbesetzer*innen.

V.i.S.d.P. BürgerInnenVerein Rieselfeld e.V. AK Dietenbach

HÄNDE WEG VOM DietenbachWALD!

Es ist noch nicht zu spät

Etwa 50 Menschen spazierten am letzten Sonntagnachmittag im August gemeinsam von der Straßenbahnhaltestelle Bollerstaudenstraße in den besetzten Teil des DietenbachWALDes, der abgeholzt werden soll. Unterwegs und im Wald bekamen sie von Ralf Schmidt, Vorsitzender der NABU-Gruppe Freiburg, wichtige Informationen über den Wert des Waldes für Artenvielfalt und Klimaschutz, und über die vorgesehenen Rodungen. Eine Woche später und davor waren es etwa halb so viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger. Aber es sollen viel mehr werden.

Der Arbeitskreis Dietenbach im BürgerInnenVerein BIV e.V. ruft gemeinsam mit vielen anderen Organisationen zu den Spaziergängen auf, mit denen jeden Sonntag um 14 Uhr gegen die geplante Abholzung von mehr als vier Hektar DietenbachWALD demonstriert werden soll. VertreterInnen von NABU, BUND, Parents for Future, Waldkindergarten e.V., BaumbesetzerInnen und BIV trafen sich kürzlich mit weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Glashaus, um gemeinsam über Möglichkeiten zu beraten, wie die großflächigen Rodungen zu verhindern wären.

Ein Ergebnis dieses Vernetzungstreffens sind intensive und breit gestreute Aufrufe zu den Sonntagsspaziergängen zum DietenbachWALD. Mehr und mehr Menschen in Freiburg sollen dabei erfahren, welch wertvolles Stück Natur dem Bau von Dietenbach geopfert werden soll. Mit dem entsprechenden politischen Willen in Gemeinderat und Stadtverwaltung könnte der Wald erhalten bleiben, ohne dass dafür auf Wohnraum, Schulen oder Sportflächen verzichtet werden müsste. Davon sind die Initiatoren überzeugt und werden deshalb nicht aufhören, die Freiburger Bevölkerung auf die Rodungspläne im Freiburger West aufmerksam zu machen: „Hände weg vom DietenbachWALD!“ – unter diesem Motto soll der Protest in den kommenden Wochen intensiviert werden.

Lebensraum für wertvolle Bäume und seltene Tierarten

Dass der Wald die breite Unterstützung aus der Bevölkerung braucht, bewies auch eine Waldbegehung des AK Dietenbach im BürgerInnenVerein Rieselfeld, gemeinsam mit der Leiterin des Städtischen Forstamts, Nicole Schmalfuß, und Revierförster Ernst Krämer sowie Rüdiger Engel und Ingo Breuker von der städtischen Projektgruppe Dietenbach. Die Forstleute bestätigten, dass der DietenbachWALD nicht nur viele alte und wertvolle Bäume enthält, sondern auch Lebensraum zahlreicher seltener Tierarten ist. Den Wert des Waldes als kühlem Erholungsraum an heißen Sommertagen und seine Bedeutung für den Klimaschutz konnten sie an dem Sommertag gut nachvollziehen.

Die Beobachtung vieler SpaziergängerInnen und JoggerInnen, dass der Rest eines nur 30 Meter breiten Waldstreifens angesichts der zunehmenden Hitze und Trockenheit größtenteils absterben wird, bestätigen Schmalfuß und Krämer. Allerdings gaben sie sich zuversichtlich, dass sich hier in den nächsten Jahrzehnten Baumarten ausbreiteten, die dem Klimawandel besser widerstehen könnten als die jetzt vorhandene Vegetation. Schließlich sind beide als städtische Angestellte an Weisungen gebunden und sehen keine Möglichkeit, die Abholzung ihres Waldes zu verhindern.

So bleibt also weiterhin die Hoffnung auf die Öffentlichkeit: Dass immer mehr Menschen in Freiburg sich für den DietenbachWALD zu interessieren beginnen und für den Bestand dieses wertvollen Stücks Natur öffentlich eintreten. Alle sind eingeladen zum Spaziergang in den DietenbachWALD an jedem Sonntag um 14 Uhr, Treffpunkt Straßenbahnhaltestelle Bollerstaudenstraße. Entscheidend ist letztlich der politische Wille im Gemeinderat. Es ist noch nicht zu spät. Noch gibt es für Dietenbach nicht einmal Bebauungspläne.

Das nächste Vernetzungstreffen findet am Dienstag, 21. September um 19 Uhr im Foyer des Glashaus Rieselfeld statt.

Harald Kiefer
Sprecher des AK Dietenbach im BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V.

Infos und Kontakt:
https://dieti.blackblogs.org
https://t.me/s/dieti_ticker

BIV-Rundbrief August 2021

Liebe BIV-Mitglieder,
das Leben im Rieselfeld verlangsamt sich in den Sommerferien, wir atmen auf und durch – und hoffen, dass sich im Herbst und Winter keine neuen Pandemie-Einschränkungen ergeben. Vorsicht und Rücksicht schaden nie…


Kurz vor den Sommerferien hat der BIV einen gut besuchten Abend zum Thema Walderhalt zwischen Rieselfeld und dem Neubaugebiet Dietenbach im Glashaus veranstaltet. Eine ausführliche Zusammenfassung der Beiträge zweier BaumbesetzerInnen und Vertretern von BUND und NABU sowie der anschließenden Diskussion bietet der Artikel des AK-Dietenbach-Sprechers Harald Kiefer auf Seite 2.


Anstelle des Rieselfelder Stadtteilfestes, das wegen der anhaltenden Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, plant der SvO (Sport vor Ort) e.V. am ersten Schulwochenende nach den Sommerferien unter dem Titel „Rieselfeld in Bewegung“. Das Programm für den 18. und 19. September werden wir unter „Aktuelles“ auf unserer Webseite biv.rieselfeld.org veröffentlichen.


Wer sich nach baldiger, abwechslungsreicher und spielerischer Kultur sehnt, kommt schon am nächsten Mittwoch, 11. August auf seine/ihre Kosten. Mehr dazu auf Seite 4.


Wir wünschen allen einen erholsamen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen, -hören, -lesen im September – mit einer ganz besonderen Überraschung. Mehr wird jetzt noch nicht verraten…


i.A. Sigrid Hofmaier
-Öffentlichkeitsarbeit BIV Rieselfeld e.V.-


Diese Themen haben wir für Sie & euch zusammengestellt:
Der Wald muss bleiben 2
„Frischluftkultur“ 4
Eine Standortfrage 4
Energiewende am Balkon 5
Gelungene Premiere 5
10 Monate in Feierlaune 6
In eigener Sache 6

Der Wald muss bleiben

Informationsveranstaltung am 21. Juli 2021, 20:30 Uhr / Saal im Glashaus Rieselfeld

Liebe BIV-Mitglieder,

wie Sie wissen, kämpft der BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. seit mehr als einem Jahr intensiv darum, dass beim Bau des neuen Stadtteils Dietenbach der Wald entlang der Mundenhofer Straße sowie das Langmattenwäldchen geschont werden. Aber Stadtverwaltung und Planer bleiben bei ihrem Konzept, das die Rodung von vier Hektar des in mehr als einhundert Jahren gewachsenen Waldes vorsieht.

Auch in den Gemeinderatsfraktionen gibt es leider keine konkrete Initiative für den Schutz dieses wertvollen Lebensraums von Tieren und Pflanzen in unserer Nachbarschaft. Der gleichzeitig von allen beschworene dringend notwendige Schutz vor dem bereits deutlich spürbaren Klimawandel spielt in diesem Zusammenhang offenbar keine Rolle. Und auch die Besetzung der Bäume seit Anfang Juni hat bei den Verantwortlichen im Rathaus bisher zu keinerlei Einsehen geführt.

Mit KommunalpolitikerInnen und Verwaltungsleuten haben wir viele Gespräche geführt und Ihnen auch schriftlich ausführliche Informationen und Argumente geliefert, die für den Erhalt des Waldes sprechen. Mit entsprechendem Willen ließe sich Dietenbach bauen, ohne Wald zu vernichten. Oberbürgermeister Horn haben wir 1.500 Appelle übergeben, die Sie unterschrieben haben. Geändert hat das bisher alles nichts.

Aber wir geben nicht auf. Um über unsere Aktivitäten und den Stand der Dinge ausführlich zu berichten, laden wir Sie herzlich ein zur

Informationsveranstaltung
am Mittwoch, 21. Juli 2021, 20:30 Uhr im Glashaus

Sprechen werden VertreterInnen der BaumbesetzerInnen, des Naturschutzbundes (Nabu) und des Bundes Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie des BürgerInnenVereins Rieselfeld. Außerdem werden wir Herrn Oberbürgermeister Martin Horn dazu einladen.

Wegen der Regeln zum Schutz vor Covid-19 müssen wir auf schriftliche Anmeldungen per Rückmail auf diese Einladung bestehen.

Adresse: info@biv-rieselfeld.de

Wir dürfen leider nicht mehr als 80 Menschen Zutritt zum Saal gewähren. Eingeladen sind alle BIV-Mitglieder, gegebenenfalls mit Familienmitgliedern und FreundInnen (jedoch exklusiv nur BewohnerInnen des Stadtteils Rieselfeld!)

Wir erteilen die Zulassung zur Veranstaltung in der Reihenfolge der Anmeldungen bis zu maximal 80 Personen. Alle TeilnehmerInnen müssen sich nach den 3-G-Regeln ausweisen, also einen Nachweis über einen Negativ-Test oder eine vollständige Impfung oder die Genesung mitbringen. Anmeldungen und Nachweise müssen wir vor Betreten des Gebäudes überprüfen.

Es wäre uns lieber, wenn wir uns diesen Aufwand ersparen und alle RieselfelderInnen einladen könnten. Aber das ist uns leider verwehrt. Auch der späte Beginn ist den aktuellen Umständen geschuldet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 Mit freundlichen Grüßen  

Andreas Roessler und Harald Kiefer
für den AK Dietenbach im BIV Rieselfeld e.V.

Aktion „Dieti bleibt!“

Der BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. begrüßt die Initiative einiger junger Menschen aus Freiburg, die seit Anfang Juni im Langmattenwäldchen in Baumhütten friedlich gehen die unnötige Abholzung im Rahmen der Bebauung von Dietenbach protestieren. Ihnen geht es dabei ausschließlich um den Walderhalt aus Klimaschutzgründen und nicht um die Verhinderung des neuen Stadtteils!
Bei einem Gespräch mit Bürgermeister Martin Haag am 6. Juni fand ein Austausch der Argumente zwischen AktivistInnen, BürgerInnen aus dem Rieselfeld und VertreterInnen diverser Gruppierungen statt. In dessen Verlauf sprach Martin Haag von ca. 4 Hektar, die der Bebauung zum Opfer fallen sollen. Weitere Gespräche wurden vereinbart.
Wer mehr über die Aktion erfahren bzw. die AktivistInnen unterstützen möchte, findet sie im Waldabschnitt nördlich des Bollerstaudenwegs. Die Besetzung soll „bis zu einer zufriedenstellenden Zusage“ fortgesetzt werden.

Infos und Kontakt:
https://dieti.blackblogs.org
https://t.me/s/dieti_ticker
Andreas Roessler
für den Vorstand des BIV Rieselfeld e.V.

Pressespiegel:

https://dieti.blackblogs.org/pressespiegel/

https://www.badische-zeitung.de/kritik-an-widerspruechen-der-politik


Fotos: Smiljka Vucikuja

BIV-Rundbrief Mai 2021

Liebe BIV-Mitglieder,
mit etwas Verspätung berichten wir heute über relevante Themen aus dem Rieselfeld. 14 Monate hat uns nun die Pandemie fest im Griff und einige Artikel in diesem Rundbrief beschäftigen sich mit den Folgen für unseren Stadtteil. Dazu gehört vor allem eine Form von Vandalismus, die wir bisher so nicht kannten. Wir bitten Sie und euch alle nochmals dringend, Beobachtungen zu Übertretungen im und um das Naturschutzgebiet direkt bei der Polizei zu melden. Die Dienststellen sind für das Thema sensibilisiert und haben uns ihre Unterstützung zugesagt.

Bitte melden Sie Vorkommnisse, die illegal im Naturschutzgebiet oder den angrenzenden Waldbereichen stattfinden, unter der Telefonnummer 0761/8 82 44 21 an das Polizeirevier Süd. Es geht nicht darum Personen zu denunzieren, sondern darum wertvolle Güter zu schützen.


Außerdem informieren wir über den Versuch einer weiteren Intervention zum Walderhalt zwischen dem Rieselfeld und dem Neubaugebiet Dietenbach, über den Wohnungsverkauf im Rieselfeld und die alljährliche Prämierung der schönsten Baumscheiben. Der AK Verkehr war ebenfalls aktiv und die Stadtteilputzete wurde auf Oktober verschoben. Im Herbst feiert der Stadtteilverein K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. sein 25-jähriges Jubiläum. Hierzu bereiten einige Vorstandsmitglieder, Haupt- und Ehrenamtliche einen Podcast vor, der Pionierinnen, Pioniere und Neu-RieselfelderInnen zusammenbringt. Vielleicht hat der eine oder die andere Lust sich zu beteiligen? Das wäre wunderbar!

Wir wünschen Ihnen und euch weiterhin gutes Durchhaltevermögen und Solidarität für die – hoffentlich – letzte Etappe in der Corona-Krise!
i.A. Sigrid Hofmaier
– Öffentlichkeitsarbeit BIV Rieselfeld e.V. –


Diese Themen haben wir für Sie zusammengestellt:
Schlechte Chancen für den Wald 1
Wohnungsverkauf 3
Vandalismus im NSG und im Wald 3
Meldungen aus dem AK Verkehr 4
Aufbruch zur Verkehrswende 6
Baumscheiben-Wettbewerb 7
Stadtteil-Putzete 8 „Wir sind Rieselfeld“ 8
In eigener Sache 8

BIV-Rundbrief Februar 2021

Liebe BIV-Mitglieder,
schon ist das neue Jahr sechs Wochen alt – und immer noch nicht wissen wir, wann und wie wir aus der Corona-Krise gelangen. Einige wenige nutzen die allgemeine Unsicherheit für lautstarke Proteste mit kruden Parolen. Unser Vorstandsmitglied Smiljka Vucikuja hat Orientierungshilfen und Links zu Fakten über das Virus, die Mutationen und die Impfungen für diesen Rundbrief zusammengetragen. Außerdem bereiten wir gemeinsam mit dem Stadtteilverein K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. eine Stellungnahme zu unserer Haltung gegenüber denjenigen vor, die provozieren und randalieren statt sich zu solidarisieren.
Neben der aktuellen Krisensituation beschäftigt uns permanent und sicher noch lange das Thema Langmattenwäldchen. Lesen Sie, was wir aktuell unternehmen, um möglichst viele Bäume zwischen Rieselfeld und Dietenbach erhalten zu helfen.
Wie immer danken wir Ihnen für Ihr Interesse und freuen uns, wenn Sie unsere Informationen weiterleiten und/oder uns Anregungen zukommen lassen.
Ihr BIV Rieselfeld e.V.
i.A. Sigrid Hofmaier, Öffentlichkeitsarbeit


Diese Themen haben wir für Sie zusammengestellt:
Was ist los im Rieselfeld? 1
Neue Ideen für den Walderhalt 2
Freiburg putzt sich raus 3
Fuß- und Radentscheid Freiburg 4
Online-Vorträge der Polizei 5

Ein seltsames und arbeitsreiches Jahr:
Der BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. zieht Bilanz 2020

Klartext für den Screenreader:

Ein seltsames und arbeitsreiches Jahr
Der BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. zieht Bilanz

Wir wissen es alle: 2020 war ein ungewöhnliches, ein seltsames, ein besonderes Jahr. Einige Veranstaltungen des BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. – wie z.B. den Frühjahrsempfang im März und das Rieselfelder Stadtteilfest im Juli – fielen dem Lockdown und den folgenden Beschränkungen zum Opfer. Andere feste Termine, wie Vorstandssitzungen und die Stadtteilkonferenz konnten dank digitaler Technik aerosolfrei stattfinden. Wir rechnen damit, dass das wohl noch eine Weile so weitergehen wird.

Mehrere „große“ Themen…

Trotz aller Widrigkeiten ist es dem BIV 2020 gelungen, einige der wichtigsten Themen im und für das Rieselfeld weiter voranzubringen. Dazu gehörten im Frühsommer die Erinnerung an die Schutzbedürftigkeit des Naturschutzgebiets Rieselfeld, das – teilweise unter Missachtung der Schutzzonen – im ersten Lockdown stark frequentiert wurde. Nach einer Begehung mit Harald Schaich vom Umweltamt der Stadt Freiburg entwickelte der BIV-Vorstand einen Flyer mit den wichtigsten Regeln und installierte im Sommer eine Infotafel am Bollerstaudenweg, an den das NSG westlich direkt angrenzt. Außerdem wurden die Absperrungen zwischen den begehbaren Wegen und dem FFH-Schutzgebiet erneuert.

Die Nachricht, dass der Baustellenverkehr zum Bau des 3. und 4. Gleises der Rheintalautobahn über die schmale und nur für Fuß- und Fahrradverkehr zugelassene Mundenhofer Straße erfolgen solle, versetzte den AK IGEL in Alarmbereitschaft. Gemeinsam mit dem AK-Sprecher Helmut Mielitz wurde eine Pressemitteilung verfasst und die Öffentlichkeit auf die unzumutbare und gefährliche Planung hingewiesen.Die kontinuierlichen Bemühungen um die Schonung des Langmattenwäldchens zwischen Rieselfeld und dem projektierten Stadtteil Dietenbach als Klimaschutz- und Naherholungszone mündeten in einen Appell an den Oberbürgermeister und den Gemeinderat der Stadt Freiburg. Der BIV akzeptiert das Ergebnis des Bürgerentscheids pro Neubaugebiet Dietenbach, möchte sich aber nicht damit abfinden, dass mehr Bäume als ursprünglich geplant, weichen sollen. Der Prozess ist trotz der zwar verständnisvollen, aber im Ergebnis ablehnenden Haltung der Gemeinderats-Mitglieder nicht abgeschlossen. Mit der Berufung des BIV-Vorsitzenden Andreas Roessler in die Gemeinderätliche AG Dietenbach ist hier zumindest ein starker Fürsprecher des Waldes direkt eingebunden.

Ein weiteres Dauerthema ist der Ringschluss der VAG-Stadtbahn-Linie 5: die Fortführung der Linie 5 von der Endhaltestelle in Dietenbach durch eine Trasse über die B 31 und Dreisam zur Haltestelle Paduaallee. Die Arbeitgemeinschaft Freiburger Bürgervereine unterstützt die die Idee des BIV und konnte als prominenten Mitstreiter und Experten den ehemaligen Prokuristen der VAG, Hans Bogel, gewinnen. Der BIV-Vorstand bleibt im Gespräch mit den Planern und Verkehrsverantwortlichen der VAG.

… und viele alltägliche Themen

Neben der aktiven Unterstützung des Fuß- und Radentscheids in Freiburg durch Unterschriftensammlung im Stadtteil beteiligte sich der BIV mit einer Spende an der Finanzierung des von der KIOSK-Gruppe ÄwiR initiierten Bewegungsparcours im Stadtteilpark. Die jährliche Stadtteilputzete konnte im März noch stattfinden, die traditionelle Prämierung der schönsten Baumscheiben war nicht mehr persönlich möglich. Im Verlauf des Jahres verschickte der BIV sechs Rundbriefe sowie einige Rundmails mit Informationen über die aktuellen Aktivitäten im BürgerInnenVerein Rieselfeld, die auf großes Interesse und nachhaltige Akzeptanz stießen. Der Infoflyer über das Selbstverständnis und die Aufgaben des BIV wurde 2020 aktualisiert und neben den etablierten Arbeitskreisen Verkehr, Natur & Landschaft, Inklusion, Wochenmarkt, Kinder & Jugend, SeniorInnen und IGEL nahmen zwei neue AKs ihre Arbeit auf: Der AK „Alter und Digitales“ (Sprecher: Charly Strödter) kümmert sich um die Einbindung älterer Menschen in die Chancen digitaler Formate und der AK „Dietenbach“ (Sprecher: Harald Kiefer) richtet seinen Fokus weiterhin auf die Schonung des Langmattenwäldchens.

Der BIV vertritt die Interessen der Rieselfelder BürgerInnen – jetzt Mitglied werden!

Weitere UnterstützerInnen sind jederzeit willkommen: Alle erwachsenen RieselfelderInnen, Familien und Firmen können sich aktiv (z.B. durch Gründung eines AK im BIV) oder indirekt (als Mitglied) dazu beitragen, dass wir unseren Stadtteil lebenswert erhalten können! Infos zu den Inhalten unserer Arbeit und das Antragsformular für eine Mitgliedschaft zum geringen Beitrag von 10 Euro/Jahr als Einzelperson oder 15 Euro/Jahr als Paar gibt es auf biv.rieselfeld.org und im aktuellen Flyer. Gerne nehmen wir auch Vorschläge und Anregungen auf. Eine Mail an sigrid.hofmaier@gmail.com genügt.

Sigrid Hofmaier, Öffentlichkeitsarbeit BIV e.V., 27. Dezember 2020