Sitzung AK Verkehr – 18.10.2017 – Protokoll

TOP 1 Gespräch mit der VAG über die geplante neue Führung der Linie 5

Erich Birkle hieß eingangs den Vorstand der VAG, Herrn Oliver Benz mit seinem Mitarbeiter, Herrn Grasser, willkommen, stellte die Sachlage noch einmal kurz dar und übernahm die Moderation. Anlass des Gesprächs ist die Planung der VAG, die mit  Inbetriebnahme der Neubaustrecke über die Kronenbrücke Ende 2018 die bisherige Linienführung der Linie 5 entscheidend verändern will. Von  der Heinrich-v.-Stephan-Str. wird sie über die Neubaustrecke Kronenstraße – Kronenbrücke – Rotteckring – Stadttheater – Fahnenbergplatz – Siegesdenkmal und von dort über die Habsburger Str. nach Zähringen führen. Damit sind fast alle wichtigen Ziele in der Stadt (Bertoldsbrunnen, Hbf, Neues Rathaus, Kliniken, Hauptfriedhof) vom Rieselfeld nicht mehr ohne Umstieg erreichbar.

Die VAG unterbreitete dazu eine 9-seitige Arbeitsvorlage und warb für Verständnis. Obwohl eine Befragung durch die VAG ergab, dass die bevorzugten Fahrziele der Rieselfelder in 50% die Innenstadt und in 25% der Hbf. sind, sieht die VAG keine Möglichkeit, diese Hauptziele in Zukunft direkt anzufahren. Dies ist für alle Älteren und/oder Reisenden mit schwerem Gepäck eine Zumutung. Dazu kommt, dass besonders für Behinderte ein Umstieg am Lindenwäldle wegen der Enge des Bahnsteigs problematisch ist.

Vom AK Verkehr wurde dieser Plan heftig kritisiert. Alternative Lösungsvorschläge wie z. B. ein „Linientausch“ von 5 und 3 kommen aus VAG-Sicht wegen des höheren Personenaufkommens von und zur Haid trotz besonderer Gewichtung der vielen Rollstuhlfahrer aus dem Rieselfeld nicht in Betracht. Die VAG sieht dagegen viele Vorteile in der neuen Linienführung.

Die gleichzeitige Umsetzung der vorgesehenen Umbaumaßnahmen mit Verbreiterung des Bahnsteigs am Lindenwäldle bis Ende 2018 sei trotz des kürzlich verkündeten Sparprogramms der Stadt absolut sicher, da im Wirtschaftsplan 2018 enthalten.

Zur neuen Linienführung soll im Frühjahr 2018 eine Informationsveranstaltung von BIV und VAG im Glashaus stattfinden, bei der sich alle Teilnehmer äußern können und die VAG Rede und Antwort steht.

Auf die Frage, weshalb immer noch die alten Gelenktriebwagen mit Niederflur-Mittelteil und dadurch sehr beschränkter Kapazität für Rollstühle oder Kinderwägen auf der Linie 5  trotz der neu verfügbaren 12 Urbos-Bahnen zum Einsatz kommen, hieß es, dass die alten Bahnen nur ersatzweise und nicht geplant eingesetzt würden.

Hinsichtlich des teils sehr starken Quietschens der Bahnen bei Kurvenfahrten am Tramturm sei man durch besondere technische Maßnahmen „auf gutem Weg“. Auch sei eine Abhilfe bei den lauten Klimaanlagen beim Aufenthalt am Tramturm in Arbeit.

Auf eine gezielte Frage zur Fehlnutzung des für Behinderte reservierten Sitzplatzes in der Stadtbahn wurde dargelegt, dass auf diesen Platz kein Anspruch bestehe, vielmehr sei er nur individuell verhandelbar.

TOP 2 Rückblick auf die Veranstaltung “Carsharing” am 18.09.17

Der Vorsitzende des BIV, Andreas Roessler,  begrüßte eingangs die Referenten und Gäste. Der Sprecher des AK Verkehr, Erich Birkle, übernahm die Moderation. Die Teilnahme von ca. 40 Personen zeigte, dass das Thema auf großes Interesse stieß. Die Präsentationen der vier Referenten waren bis auf den ADAC sehr praxisnah und informativ, die anschließende Diskussion lebhaft. Detaillierte Berichte über die Inhalte der Veranstaltung und die Diskussion der zahlreichen Fragen der Teilnehmer können sowohl in der Stadtteilzeitung als auch im BIZ nachgelesen werden.

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