Umsteigen? Nein Danke: Informationsveranstaltung des AK Verkehr am 26. April 2018

  

Informationsveranstaltung über die geplante neue Streckenführung der Straßenbahnlinie 5 im Rieselfeld

Der AK Verkehr im BürgerInnenVerein Rieselfeld e.V. lädt am Donnerstag, 26. April 2018 um 20 Uhr zu einem Informationsabend über die geplante neue Streckenführung der Straßenbahnlinie 5 im Glashaus Rieselfeld ein. Die BewohnerInnen des Quartiers Rieselfeld möchten diese Veränderungen nicht widerstandslos hinnehmen. Die Darstellung der Faktenlage liegt bei Erich Birkle, Sprecher des AK Verkehr im BIV e.V., die VAG-Position wird vom VAG-Vorstand Oliver Benz vertreten. Nach den Informationen ist Zeit für eine Diskussion mit dem Publikum.

Nach Fertigstellung des Rotteckrings plant die VAG ab 2019 folgende Änderung der Streckenführung der Stadtbahnlinie 5: Von der Heinrich-von-Stephan-Straße soll die Tram dann über die Kronenbrücke und die Haltestellen Stadttheater – Rotteckring – Siegesdenkmal – Habsburgerstraße in Richtung Zähringen fahren. Die wichtigsten Ziele wie Bertoldsbrunnen, Hauptbahnhof, Rathaus im Stühlinger und Unikliniken wären dann vom Rieselfeld – einem bewusst barrierefreien Quartier – als einzigem Freiburger Stadtteil nicht mehr ohne Umsteigen erreichbar.

Lt. einer Fahrgastbefragung der VAG 2017 gehen 75 % der bevorzugten Fahrtziele vom Rieselfeld aus in die Innenstadt (Bertoldsbrunnen) und zum Hauptbahnhof. Von jenen Fahrgästen, die zum Hauptbahnhof wollen, bleibt trotz Umweg ein Drittel immer und das zweite Drittel meist oder häufig bis zum Ziel in der Linie 5 sitzen. Nach der geplanten Änderung wäre ein Umstieg an der Haltestelle Am Lindenwäldle in die Linie 3 oder am Stadttheater in die Linien 1,3 oder 4 obligat!

Auch wenn die Haltestellen „Am Lindenwäldle“ und „Stadttheater“ bis dahin behindertengerecht umgebaut sind, wird die neue Linienführung alle Fahrgäste – auch die Menschen mit Behinderung – zum Umsteigen zwingen. Dies wäre eine erhebliche Belastung für viele Rieselfeld-BewohnerInnen – insbesondere für Menschen mit schwerem Gepäck oder Handicap, darunter ca. 200 RollstuhlfahrerInnen, die im Rieselfeld leben. Für viele Menschen im Rollstuhl ist die Straßenbahn nur mit Hilfe einer vom Fahrer angelegten oder einer in der Straßenbahn ausklappbaren Rampe benutzbar. Dieser erfordert jedes Mal das Aussteigen des Fahrers. Müsste man zusätzlich umsteigen, käme es zu einer Zeitverzögerung, die weder Fahrgäste noch Fahrer tolerieren würden und vor allem zu einer unzumutbaren Zusatzbelastung für mobilitätseingeschränkte Menschen. Nach statistischer Prognose zum demographischen Wandel werden bis 2030 mehr als 2.000 BewohnerInnen des Rieselfelds 65 Jahre und älter sein.

Besondere Brisanz erfährt das Thema darüber hinaus durch die Fortführung der Straßenbahnlinie in den geplanten Stadtteil Dietenbach.

gez. Erich Birkle für den AK Verkehr im BIV Rieselfeld e.V.
Kontakt:. 07 61/40 24 00, biv-ak-verkehr@rieselfeld.org

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